Ab jetzt sehen wir Burgen doppelt

Okt 182021

In den letzten 4 Jahren haben wir ein großes Repertoire an Burgen erarbeitet und können uns noch an den Schnitt jeder einzelnen erinnern. Unsere normalen Spaziergänge und Wanderungen funktionieren mit Ely schon gut. Nun ist es an der Zeit, das Angst/Panik-Problem anzugehen.
Wenn Ely unterwegs fremde Menschen sieht (egal ob nur Kinder, eine Gruppe Erwachsene, ein Pärchen oder eine Familie) die Reaktion ist immer die selbe. Sind Fremden erst mal noch ein gutes Stück weit weg, stellt Ely neugierig die Ohren auf und versucht herauszufinden was da kommt. Sind diese Personen dann nun schon näher bei uns, hat Ely beim näher kommen heraus gefunden, dass sind ihr Fremde bedrohliche Menschen. Also klappt sie die Ohren zurück und bleibt wie angewurzelt stehen. Sehen die Menschen nun unsere Hunde, insbesondere Ely an, bekommt Ely blanke Panik. Entweder versucht sie sich hinter einem zu verstecken, sich zwischen die Beine zu quetschen oder sie reißt an der Leine und will einfach nur mit weit aufgerissenen Augen flüchten. Und hier beginnt das Dilemma. Mit einem Galgo, der auf die Art reagiert brauchen wir Innenstädte oder Fußgängerzonen nicht besuchen, da es irgendwann nur noch Ausnahmezustand und purer Stress ist. Also musste eine Idee her um an dem Problem zu arbeiten.
Und da waren sie wieder unsere in den letzten Jahren besuchten Burgruinen und Burgen. Wir kennen die Örtlichkeiten, es ist mit einer wohldosierten Menge fremder Menschen zu rechnen und wir können hier im Blog über Ely Fortschritte berichten und uns auf wenige Fotos des Besuchs beschränken, da die Burgen ja schon in Gänze im Blog besprochen wurden (wird verlinkt).

Los geht‘s nun mit unserem Highlight aus 2020, der fantastischen Ruine Hohen Gundelfingen. Zu Bildern der Ruine Hohen Gundelfingen geht es hier.

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Camping-Kurzurlaub: Akklimatisieren für Ely

Okt 132021

Nachdem wir dieses Jahr Urlaubstage für alles möglich verbretzelt haben, nur seltener für Urlaub, mussten nun Herbst ein paar Tage Kurzurlaub drin sein. Es bot sich gleich an, Ely einen Crashkurs in Sachen mobiler Wohndose angedeihen zu lassen. Mobiles Haus an den Harken und mit 14 Metern on Tour auf die schwäbische Alb.
Wir wären nicht wir, wenn alles beim ersten Mal An- und Abcampen in diesem Jahr wie am Schnürchen klappt. Tausendmal gemacht und nach 1 Jahr Campingpause doch wieder verkehrt. Wir haben eine neue Aktivkohle-Kartusche in den Wasserfilter eingesetzt, aber das Gehäuse nicht richtig zugeschraubt. Und so fluteten wir mit ein paar Litern den Wohnbereich. 3 patschnasse Handtücher später, war alles wieder trocken gelegt, die Kartusche zugeschraubt und der Wassertank gefüllt. Kurz noch Wohnutensilien einräumen, Zelt aufbauen und los geht‘s.
Pech für Flet, erst wollte Ely nicht in den Wohnwagen, und dann hat die Dame gleich das beste Liegeplätzchen besetzt.
Für Ely ist es nach der liebgewordenen Routine die letzten 7 Wochen zu Hause nun wieder eine riesige Umstellung. Flet und Lottl kennen das ja schon, Wohnwagen heißt also schon in der Früh aufstehen, essen und fertig machen zum Gassi gehen. Ely brauchte 2 Tage um wieder zu einem normalen Rhythmus zu finden. Die ersten 2 Tage konnte Ely nur abends bei Dunkelheit ihr großes Geschäft gemacht und dann musste sie unbeobachtet von Flet und Lottl sein. Seit heute Morgen, Sonntag (10.10.), geht alles wieder ganz normal, es dauert nur länger, da sie die fremde Umgebung stresst. Grundsätzlich sind die vielen fremden Menschen für Ely ein heftiger Stressfaktor. Ab und zu teilen Günter und ich die Hunde unter uns auf, um Dinge gleichzeitig erledigen zu können. Ely ist es dann sehr unbehaglich und sie sucht das restliche Rudel, auch die Leinenträgerin vor der sie Angst hat. Nach wie vor sind wir bei 2 Schritte vorwärts, einer rückwärts.
Wir haben so schon den Eindruck, dass Ely sich hier im Wohnwagen eingewöhnt. Sie hat ihren Rückzugsplatz in Günters Bett gefunden und nicht wie wir dachten, in einer Ecke der Sitzecke. Nachts bauen wir die Sitzecke zum Bett um, dass die Hunde freie Platzwahl haben. Flet hat den Umbau sofort angenommen (auch wenn über Umwege, dazu gleich mehr), da er nicht mehr 70 cm hoch ins Bett springen muss, denn das schafft er nicht mehr.
In der ersten Nacht bildete sich Flet ein auf seinem Lieblingskissen unter dem Tisch schlafen zu müssen. Wenn der Tisch aber abgesenkt ist, gibt es von Tischkantenunterkante bis Boden noch ca. 30 cm Platz. Flet ist da hinten hinein gekrochen und hat sich auf sein Kissen gelegt. Beim wieder herauskriechen gabs Geschrei, weil er mit der Pfote unter den Staukästen hängen geblieben ist. Günter hat ihn dann auf das Umbaubett darüber gesetzt und ab da war klar, dass das viel besser ist.

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Wanderung oberhalb des Steinheimer Beckens mit Windhundgesellschaft

Sep 272021

Samstag brachen wir ins Grüne auf, um uns das Steinheimer Becken anzusehen. Ein kleines Stück unseres Weges wurden wir von Cesar (Galgo-Greyhound-Mix) begleitet. Wir trafen ihn zufällig am Parkplatz, als wir zu unserer Tour aufbrechen wollten. Sein Herrchen kannten wir schon flüchtig, aber Cesar noch nicht. Cesar ein 4-jähriger, vor Unfug und Übermut strotzender, bildhübscher Jung-Rüde. Flets Beziehung zu Cesar war ambivalent. Carlotta hätte Cesar am liebsten mit nach Hause genommen und mit dem Buben den Garten mal ordentlich gerockt. Ely beobachtete den Jungspund aus etwas Entfernung und machte sich so ihr Bild.
Knappe 2 km gingen wir mit Cesar zusammen und quatschten was das Zeug hält. Wir bogen dann rechts gen' Steinheimer Becken ab und wanderten oberhalb des Meteroriteneinschlagskrater entlang. Es war eine schöne, ziemlich lange, Runde. Irgendwie werden unsere Strecken immer länger, wenn wir Freestyle ohne vorgefertigte Route laufen.
Ich bedanke mich nun erstmal bei Cesar's Besitzer, dass ich den Buben hier auch zeigen darf. Sein Herrchen wollte nicht mit auf die Bilder.

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Galgo-Greyhound Cesar

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Cesar macht den Clown.

Ely in the House - ihre Entwicklung in den ersten 5 Wochen

Sep 252021

Wo beginnt man zu erzählen, wenn man einem wundervollen, bildhübschen Wesen ein Zuhause gibt, dass alles und jeden für extrem sonderbar, erschreckend und gruslig hält? Erstmal ist das Ziel der Reise völlig unklar. Also wartet man ab... Eigentlich sollten wir ja wissen, dass sich Neuankömmlinge in Sprüngen weiter entwickeln, aber natürlich hat man just in diesem Moment keine Möglichkeit das zu dokumentieren.

Tag 1 bis Tag 10:

Völlig verschüchtert liegt Ely wie fest gefroren in der Sofaecke. Wenn kein Mensch im Raum ist, steht sie kurz auf, dreht sich einmal lautlos um und legt sich wieder hin. Ein guter Windhund hat ja Personal, denn Essen und Trinken nur an seinem Liegeplatz ohne aufzustehen. Für alles und jedes muss man Ely vom Sofa ziehen und auf die eigenen Beine stellen. Auch so etwas selbstverständliches wie ein Garten ist völlig angsteinflößend. Also schnell die Terrassentür hinter Ely schließen, denn sonst ist sie augenblicklich wieder im Haus. Ely's Angst war die ersten 10 Tage so immens groß, dass sie sich nicht traute sich selbständig zu bewegen.

Tag 10 bis Tag 13:

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Wanderung auf dem Härtsfeld

Sep 232021

Am Sonntag wanderten wir auf dem Härtsfeld. Das Härtsfeld ist landschaftlich sehr reizvoll, da es eine Hochfläche im Osten der schwäbischen Alb ist mit der für die Region typischen Karstlandschaft mit Wachholderheiden. Anfangs führte uns unser Weg entlang der Härtsfeldbahnlinie, einer historischen Museumsbahn. Diese Bahn fährt nur noch von Neresheim nach Katzenstein. Sie ist schön anzuschauen mit ihrem Dampflok die mit Kohle beheizt wird, die zischt und qualmt. Schon von weitem hört man sie, denn vor jedem der wenigen Zwischenbahnhöfe kündigt die Härtsfeldbahn ihr kommen mit lautem, mehrmaligem Pfeiffen an. Laut und qualmend ist sie an uns vorbeirattert.
Wir gingen ein Stück weiter entlang der Bahnlinie und bogen dann rechts ab, die Steinbruchterrassen hinauf. Weiter ging es wieder durch den Wald bis wir zum Naturschutzgebiet Zwing kamen. Wir wollten uns das Naturschutzgebiet noch in Ruhe ansehen, bevor 2022 dort auf 35 Hektar Fläche Wisents angesiedelt werden. Von dort war es nicht mehr weit zurück zum Parkplatz.

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