Das Jahr 2011 - turbolent, emotional und ruhelos

Dez 192011

Das Jahr 2011 war für uns sehr emotional und voller Höhen und Tiefen!

Das Jahr 2011 war gerade mal 12 Tage jung, da hatte ich mit Flet diesen schlimmen Autounfall in München. Einige werden sich sicherlich noch an die Bilder des Unfallwagens auf Flet's alter Homepage erinnern. Nun ist der Unfall schon wieder fast ein Jahr her und Flet hat glücklicherweise nur eine mittelauffällige Narbe am rechten Ellenbogen zurück behalten.
Kurz nach dem Autounfall, einige Tage nachdem Flet die Fäden gezogen wurden, prellte er sich ziemlich heftig seine rechte Schulter und hatte eine Woche später einen Hexenschuss. Wir begannen mit ihm mit Physiotherapie, die ihm gut half.
Mich machte es kurze Zeit später sehr stutzig, warum er plötzlich nur noch sehr beschwerlich aufstehen konnte und permanet Schmerzen am ganzen Körper zu haben schien.
Ein weiterer Besuch in einer anderen Tierklinik brachte dann Klarheit. Es war eine Knochenentzündung. Diese wurde mit 4-wöchiger Schmerzmittelgabe behandelt und heilte vollständig aus.
Wir hatten den Eindruck, die Turbolenzen dieses Jahres seinen überstanden, aber wir sollten uns noch gehörig irren. Kurz bevor unser erster Urlaub dieses Jahres vor der Tür stand, ließen wir nochmals Flet Blut beim Tierarzt untersuchen. Als wir auf dem Rückweg waren, schob' uns ja fast ein Reisebus von der Autobahn. Als wir dann bei der Polizei bei uns im Ort Anzeige erstatteten und das Gebäude verlassen wollten, wurde Flet von einem Border Colli-Rüden angefallen. Dank Günter's schneller eingreifender Reaktion konnte er schlimmeres verhindern. Der andere Rüde hatte die Absicht, Flet alle zu machen.
Es dauert danach einige Stunden bis Flet sich von diesem schlimmen Erlebnis erholt hatte.
Einen Tag später fuhren wir für wenige Tage in den Osterulaub. Es war erholsam, sonnig, warm und einfach sehr schön. Neue Kraft getankt spulten wir die 3 Wochen bis zu unserem nächstem Urlaub ab. Dieser war dann über Pfingsten - endlich kamen wir auch mal zur Ruhe. Flet war die ganzen 2 Wochen wie erschlagen und hat fast nur geschlafen.
Kaum aus dem Urlaub zurück, bekam Flet über mehrere Tage schlimme Bauchschmerzen. Wir behandeln erst homöophatisch, aber als auch das leider nicht mehr anschlug fuhren wir zum Tierarzt. Flet bekam eine Sedierung und der Bauchraum wurde geröngt.
Die angebliche Diagenose war niederschmetternd: ein männerhandgroßer Tumor im Bauchraum. Die darauffolgende Nacht war tränenreich, unruhig und emotional einfach grausam. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Die Sedierung die Flet erhalten hat, war wohl vom Entwicklungsstand ein sehr altes Medikament, und Flet über 2 Tage wie betrunken. Er konnte fast nicht laufen und den Urin nicht mehr halten. Er weinte fast ununterbrochen und ahnten das Schlimmste.
Am selben Tag vereinbarte ich einen Termin hier in der Tierklinik in unserer Stadt und teilte auch die angebliche Diagnose mit.
Das gesamte Klinikpersonal war im Behandlungsraum versammelt und als wir Flet auf den Tisch stellten, sagte die Chefärztin sofort: "Ein männerhandgroßer Tumor in diesem Hund ist unmöglich!".
Flet wurde abgegriffen und die Röntgenaufnahmen des vorabends angesehen. Zur weiteren Abklärung wurde Flet's Bauch rasiert und ein Ultraschall gemacht.
Lediglich die Prostata war vergrößert sowie die Milz, was wohl bei einem intakten Rüden keine Seltenheit ist. Wir waren unglaublich erleichert. Die Woche darauf wurde weiter ausdiagnostiziert, wo Flet's Bauchschmerzen her kamen.
Montags gingen wir mit Flet erneut in die Klinik, er sollte nüchtern sein. Er war sogar so nüchtern, dass er morgens ins Wohnzimmer Galle erbrach. Es wurde Blut abgenommen, sowie ein Katheter gelegt und Urin genommen. Wir gingen mit Flet wieder nach Hause und fütterten ihn, dann warteten wir 30 Minuten und gingen wieder in die Klinik. Auf dem Weg dorthin nahmen wir auch gleich eine Kotprobe mit und Flet wurde wieder Blut abgenommen. Das Blutabnehmen sowie das Legen des Katheters hat Flet ganz tapfer gemacht!
Eine Woche später bekamen wir die Ergebnisse der Blut-, Urin und Kotuntersuchung.
Er hatte etwas Phosphatgries in der Blase und Entzündungswerte die von der Prostata kamen. Die Kotuntersuchung brachte an's Licht, dass er sehr viel Fett unverdaut ausscheidet, sowie Gallflüssigkeit. Die Blutuntersuchung präsentierte Gallsäurewerte im nüchternen Zustand die schon jenseits von Gut und Böse sind und im gefressenen Zustand noch heftiger. Die Leberwerte waren auch nicht Rahmen, aber es konnte nichts akutes entdeckt werden. Flet's Bauchspeicheldrüse arbeitet vollkommen normal.<BR>Die Chefin der Klinik erklärte sich die Bauchschmerzen anhand der Gallsäurewerte wie folgt:
Dadurch das wir Flet über Jahre viel zu fettreich ernährt haben, da er ja stark untergewichtig war, ist einfach viel zu viel Galle im Kreislauf. Die Gallblase läuft über und es wird so unkontrolliert Galle in den Darm abgegeben, die dann zu krampfartigen Bauchschmerzen führt. Normalerweise wird die überschüssige Galle, die beim Hund in den Darm gerät vom Körper sehr schnell resorbiert und kommt zurück in den Kreislauf zur Leber wo sie wieder für die Gallblase aufbereitet wird.
Wir erhielten den Tipp ihm magere Milchprodukte (ihm Rahmen seiner BARF-Ernährung) zu füttern. Flet wird seit Januar diesen Jahres gebarft. Wir reduzierten die Fettgabe in Form von Ölen und behielten aber im Auge, dass Flet seinen täglichen Fettbedarf von 10g über das Fleisch erhielt. Mittag's bekam er fortan immer Magerquark mit Kohlehydraten und Gemüse oder Obst. Es klappte prima. Flet ging es schnell besser, er schied die überschüssige Gallsäure über den Kot aus, der an manchen Tagen durch und durch gelb war.<BR>Nun füttern wir ihn seit einem guten halben Jahr mit möglichst wenig Fett und Magerquark. Seine Kotfarbe normalisiert sich zusehens. Er frisst viel lieber, hat sogar gut zugenommen und Bauchschmerzen haben wir nur noch höchst selten.
Wir konnten unseren 3-wöchigen Sommerulaub im August in vollen Zügen genießen und Flet war richtig gut drauf. Im Übergang vom Sommer zum Herbst hatte Flet wieder einen Hexenschuss, den wir aber osteophatisch sehr gut behandeln lassen konnten.
Ab Oktober gerieten wir endlich in ruhigere Fahrwasser dieses Jahr, trotzdem werden wir den Eindruck nicht los, dass das Jahr 2011 sprichwörtlich an uns vorbeigerauscht ist.

Kommentare

sabinezdravkovic10 Januar, 2018Kommentar vom 20.12.2011: Hallo Constanze ich habe mit entsetzen gelesen was ihr in diesem jahr alles durchgemacht habt. Flet hatte wirklich ganz viele Schutzengel!!!! Ich wünsche euch für das nächste Jahr und alle weitere Jahre die kommen alles erdenkliche Gute und dass ihr weiterhin viele Schutzengel habt. LG Sabine
Constanze10 Januar, 2018Kommentar vom 20.12.2011: Hallo Sabine, unser Jahr 2011 war nicht das einfachste, aber was einen nicht umbringt macht einen stärker. Schutzengel hatte Flet wahrlich sehr sehr viele. Ich glücklicherweise bei dem schlimmen Autounfall auch. Ich denke nach dem doch sehr heftigen 2011 kann 2012 nur besser werden!! Ganz liebe Grüße Constanze

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