Urlaubslogbuch - das muss kesseln: Rest of the best!

Oct 122014

geschrieben von Flet

Wenn ihr mich bisher als ganz schöne Plaudertasche kennen gelernt habt, irrt ihr gerade. Es war zu Anfang unseres Urlaubs sowie auch zwischendrin so einiges los, worüber ich bisher geschwiegen habe wie ein Grab.
Nun hat es fast 3 Jahre gedauert, dann kam den Zweibeiner die Erleuchtung: meine Wohndose hat eine komplette Teppichausstattung. Das sollte nun für warme Füße und Pfoten im kühlen Herbst sorgen. Warum aber dieser Teppich zusammengerollte sein Dasein unter dem Bett fristen musste, kann ich nicht beantworten. Immerhin jetzt ist es verdammt kuschelig hier.

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Wer hat denn dieses Bild verbrochen? Da sehe ich ja auch wie ein „schwangerer Dackel“!
Nachdem der Teppich die erste kleine Umgestaltung des Wohnwagen war, knüpfe ich an diesem Thema gleich weiter an. Mein Montagetrupp vergnügte sich mit kleinen Bastelein. Ihr Ziel: Einfach noch mehr Komfort und das Abstellen kleiner Unzulänglichkeiten. Was soll ich sagen, sie waren wirklich beeindruckend erfolgreich! Wir haben nun einen „richtigen“ Telefonanschluss, fast wie zu Hause. Ich kann euch echt sagen, so ein Standardtelefon hat für uns Whippets wirklich einen sehr angenehmen Klingelklang.

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Darf ich vorstellen: Telefon Modell 36, ursprünglich von Mix & Genest gebaut ab dem Jahre 1936 (Urahn der Bakelit-Telefone).

Die anderen Bastelein habe ich nicht ganz verstanden. Gut, dass die Sitztruhe jetzt fest ist und die Leinenträger nicht mehr zu meiner Belustigung hineinrutschen, ist schon fast schade. Dafür schmeckt aber neuerdings das Wasser noch viel besser als sonst, habe da nur irgendwas von Aktivkohle-Wasserfilter mitbekommen. Egal, ich trinke seitdem noch viel lieber…
Tja ja, da ich viel mehr trinke, musste ich auch um einiges öfter den nächsten Baum aufsuchen. Einmal wäre das fast schief gegangen, nicht wegen meiner gut gefüllten Blase sondern wegen eines unheimlich grunzenden Aliens am Waldrand. Bislang dachte ich, dass ein Schwarzkittel ein Kleidungsstil ist, aber nochmal alles gut gegangen und sicher mit den Beinen in der Hand den Wohnwagen erreicht. Gejagt zu werden ist ganz schön doof, da jage ich lieber selber mein neues Hunter-Plüschtier.

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Wenn wir gerade beim meinem Lieblings-Thema Jagen sind: Hier im Urlaub bin ich mit der Mäusejagd immer schwer beschäftigt. Ich hätte mich nicht zu früh freuen sollen. Es hat mir schon gereicht von der Wildsau gescheucht zu werden, da werde ich wieder zum Gejagten. Diesmal leider nicht ganz so glimpflich. Wir sind gerade auf dem Rückweg von einer erfolglosen Mäusejagd, schießt vom Gästeparkplatz aus einem Auto ohne Vorwarnung ein Schnauzermischling auf mich zu. So schnell konnte ich gar nicht reagieren, da hatte mich der hässliche Kläffer schon in die rechte Hinterpfote gebissen. Boah war das ein lautes Geschrei, da haben sich beidseits noch die Leinenträger eingemischt. Meine Leckerli-Verteiler müssen aber erfolgreich gewesen sein, denn sie haben die gegnerische Übermacht vom Hof gejagt. Der kleinere Kratzer an der Pfote war relativ schnell verheilt, dafür muss ich mir wohl meinen Rücken total verwurschtelt haben. Ich dachte zunächst, dass mein Personal gar keinen Plan hat, denn sie haben mich in ein Leckerli-Schlaraffenland geschleppt. Ehe ich mich versehen habe, wurde ich schwupp-die-wupp in einen Nebenraum verfrachtet. Nicht genug das an meinem Rücken rumgeknetet wurde, zu einem Nadelkissen haben sie mich auch noch umfunktioniert. 9 Nadeln wurden mir in den Rücken gepiekt. Mit einem eleganten, aber verbotenen, Schüttler wurde ich fast alle wieder los. Die Freude weilte nur kurz, ehe ich mich sortieren konnte und einen Schlachtplan ausarbeiten, hatte ich die Nadeln auch schon wieder im Rücken. Nach kurzer Zeit merkte ich aber, dass man mich damit gar nicht piesacken wollte, sondern dass sich wie von Geisterhand mein Rücken neu sortierte und auch die Schmerzen verschwanden. Eine gefühlte Ewigkeit später (15 Minuten) wurde ich von den Nadeln befreit. Ich fühlte mich danach fast schon wie neugeboren, zumindest nachdem ich mich gründlich ausgeschlafen hatte.

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Was war das denn? Lecker-Mädschen! Das muss ich mir doch nochmal genauer anschauen…

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Was für eine zauberhafte Sheltie-Dame, da muss ich hin!!!! Hallo, Leinenträger, ich habe gerade gesagt, dass ich da SOFORT hin muss….!!! Jetzt palavern die wieder stundenlang, erzählen alle Peinlichkeiten meiner Jugend, dass interessiert doch keinen. Ich dachte eigentlich, dass alles sollte nun kein Problem mehr sein, da der Silken Windsprite wohl ab 2015 national anerkannt wird. Da könnte ich einen äußerst wichtigen Beitrag leisten. Mir fiel sofort auf, dass das Mädel mich auch sehr interessant fand. Wo findet man auch auf einem anderen Campingplatz einen so feschen, adretten und mit vier Beinen fest im Leben stehenden Whippet-Typen wie mich?! Aber das war mal wieder ein Satz mit X. Es würde mir gerade noch fehlen, dass die Schranken-Wärter-Töle zum Zug kommt, aber der glaube ich tut nur so, als hätte er noch Eier. Trotzdem, wenn er mir quer kommt, bekommt er eine vor den Bug – ich kann den einfach immer noch nicht ab.
So nun ich genug erzählt. Jetzt lege ich mich wieder auf die faule Haut, genieße meine restlichen Urlaubstage bis es im nächsten Urlaub volles Rooäär weiter geht!

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