Pentax K-1 Mark II - Aufstieg in die Profi-Liga

Jan 062023

Vor 6 Jahren habe ich mich sehr über meine erste eigene Einsteiger-Spiegelreflex, die Pentax K-S1, gefreut. Leider hat nun meine K-S1 der wohlbekannte Defekt an der Blendesteuerung ereilt. Liegt die Kamera über Nacht, sind die ersten Bilder einfach schwarz, weil die Blende nicht öffnet. Natürlich wäre eine Reparatur möglich, dass betroffene Teil wäre durchaus bezahlbar, wenn nicht ein Haufen Arbeitszeit und ein Einschicken der Kamera an den Hersteller nötig wäre. Geschossen habe ich mit der K-S1 gerade einmal knapp 19.000 Bilder. 

Das Bessere ist der Feind des Guten

Da wir schon immer Kamera's aus dem Hause Pentax haben inklusive Objektive, wollten wir auf keinen Fall einen System-Wechsel zu einem anderen Hersteller. Da blieb uns nun nur der Aufstieg in die Profi-Liga mit dem aktuellen Flaggschiff der Pentax K-1 Mark II. Mit ein bisschen Suchen, haben wir ein wenig genutztes Exemplar gefunden. Rund 1.000 Bilder wurden mit ihr geschossen, bis sie nun in meinen Hände kam.

Aber auch bei dem Besseren gibt es Potenzial nach oben, hier ist es wie mit jedem technischen Gerät: Software updaten ist Pflicht.

Das haut dich aus den Socken

Pentax "K" stammt einfacher weise von dem Objektiv-Anschluss, der als K-Bajonette oder Pentax-Bajonette bezeichnet wird. Dieser Objektiv-Anschluss stammt noch aus Analog-Kamera-Zeiten und wurde sukzessive immer weiter entwickelt.
Wichtigster Teil einer digitalen Spiegelreflex-Kamera ist der Bildsensor. Allen Herstellen von digitalen Spiegelreflex-Kameras ist gemein, dass es zwei Baugrößen an Bildsensoren gibt. Einmal ein Halb-Format-Sensor oder auch AP-C genannt oder ein Voll-Format-Sensor. Wer noch den alten Kleinbildfilm (Fotofilm für analoge Kameras) kennt, weiß sich noch wie groß die Bilder auf dem Negativ sind. Diese Größe entspricht dem Voll-Format-Sensor. Und wie es schon der Name sagt, ist der Halb-Format-Sensor genau halb so groß.
Bei meiner neuen K-1 Mark II handelt sich es um eine 36 Megapixel Voll-Format-Sensor-Kamera, während meine bisherige K-S1 einen Halb-Format-Sensor mit 20 Megapixel hatte.
Um ein Bild digital abzubilden ist zum einen Teil nach wie vor eine gute Optik (Objektiv) nötig, aber auch ganz viel Wissen im Bereich der Elektrotechnik und sehr viel Software um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Und je größer nun die Fläche des Bildsensors ist umso weniger komplex ist seine Elektrik und umso weniger Korrekturen müssen auf Softwareseite getroffen werden. Je weniger Korrekturen umso schneller entsteht das fertige Bild und umso weniger Korrekturfehler entstehen in der Abbildung. Kurz um: hier geht's schlichtweg um Bildqualität.
Das ganze wirkt sich dann aus, wenn die Bedingungen für das Bild schlechter werden oder schlecht sind (wenig Tageslicht, Kunstlicht, dunkel und schnelle Bewegungen). Wo wir mit der Vorgängerin K-S1 nicht mal im Traum dran dachten bei schlechtem Licht Fotos zu machen, haut uns die K-1 aus den Socken. Ein gutes, lichtstarkes Objektiv ist sicher immer eine gute Grundvoraussetzung. Aber die Empfindlichkeit und Präzession eines empfindlichen Voll-Format-Senors gibt begeisternde Ergebnisse. 
Wo viel Licht ist, ist leider auch Schatten. Bei der K-1 ist dieser "Schatten" allerdings sehr klein. Just in dem größeren Sensor liegt auch ein Nachteil verborgen, der sich in der Handhabung der Objektive wieder spiegelt. Hier nochmal ein kleiner Ausflug, zurück in die analoge Fotografie: Die Angaben zur Brennweite eines Objektivs beziehen sich immer auf eine Abbildung auf einem 35 mm Film, ergo auf einen Voll-Format-Sensor. Das ist so gesehen, erstmal nicht wirklich nachteilig. Wird das selbe Objektiv aber mit einem Halb-Format-Sensor genutzt ist die tatsächliche Brennweite 1,5 mal so groß wie auf dem Objektiv steht. Je größer die Brennweite, je größer wird auch ein Objekt abgebildet. Lange Rede - kurzer Sinn: Man braucht mit dem Voll-Format-Sensor größere Brennweiten um die gleiche Abbildungsgröße zu erreichen. Und größere Brennweite ist gleichzeitig viel teureres Objektiv. Und das Objektiv ist aufgrund der großen Brennweite auch deutlich schwerer.
Und da kommt dann der kleine zweite Schatten dazu: die Pentax K-1 Mark II wiegt ohne Objektiv schon 930 g. Und hier ist ein riesiger Gewichtsunterschied zur K-S1, die lediglich 575 g ohne Objektiv wiegt. Die Pentax K-1 Mark II ist auch in Punkto Gewicht ein Flaggschiff, da habe ich mir das Hantel-Training gleich gespart. Ja, ich habe vor dem Kauf von dem Gewicht gewusst und habe mich bewusst dafür entschieden, da die Vorteils-Liste das Gewicht überwiegt. Mit fortschreitender Erfahrung im Punkto Fotografie kommt man irgendwann Limits der eigenen Kamera Schritt für Schritt näher. Dann ist es natürlich logisch, dass wenn eine Neuanschaffung ansteht, wie nun in meinem Fall, man einen Kamera wählt die die Limits wieder weiter nach oben schiebt.
Es blieben nach der K-S1 nur zwei mögliche Kameras beim Hersteller Pentax übrig: die gerade neu auf den Mark genommene K-3 Mark III oder eben die von mir gewählte K-1 Mark II. Es ist mir unverständlich wie die K-3 Mark III mit ihrem Halb-Format-Sensor teurer als die K-1 Mark II.
Das hier sind meine privaten Erfahrungen mit meiner neuen Spiegelreflex-Kamera, ich werde nicht vom Hersteller Pentax für diesen Artikel bezahlt. Leider musste ich meine Kamera selber bezahlen ;-)

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Pentax K-1 Mk II - Aufstieg in die Profi-Liga

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Hier schon verheiratet mit unserem bisherigen Tamron Objektiv SP AF Aspherical XR DI LD [IF] 28-75 mm 1:2.8

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Hier nun mal die ersten Impressionen, bei trüben, grauen Winterwetter. Ohne die K-1 hätte ich unter diesen Licht- und Wetterbedingungen niemals fotografiert. Also gleich mal Härtetest: wenig Licht und die Windbeutel beim Gas geben.

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Ely tut ihre Entrüstung kund

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Die Karawane zieht weiter

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