Festung Wülzburg - alle gute Dinge sind drei

Feb 012023

Nach nun endlich abgeschlossenen umfangreichen Umbaumaßnahmen zu Hause, mussten wir vergangenes Wochenende dringend uns den eigenen vier Wänden raus. Da bekanntlich alle guten Dinge drei sind, besuchten wir die Hohenzollern Festung Wülzburg zu Trainingszwecken nun ein drittes Mal. Das erste Mal mit Carlotta und Flet im Frühjahr 2020, dann zusammen mit Ely im Herbst 2021 und nun durfte Manu die beeindruckende Hohenzollern Festung im Winter kennen lernen. Zum Trainieren ist die Festung prima, denn es herrscht Publikumsverkehr, aber sie ist nicht überlaufen. Es sind alle Altersgruppen vertreten, von Baby im Kinderwagen, dem stürmischen und fröhlichen Kleinkind, dem Schulkinder, dem Jugendliche bis hin zum Erwachsene und auch ältere Semester mit Gehstock oder Walking-Stöcken. Es besteht die Möglichkeit, Menschen auszuweichen ohne das die Galgo's sich in Gefahr bringen können.
Ely erkannte den Ort eindeutig wieder und war etwas ruhiger und gelassener als beim ersten Besuch. Allerdings brachten Ely Kinder absolut aus der Ruhe und sie verfiel wieder in ihr altbekanntes Panikmuster. War die Gruppe Kinder samt Eltern vorbei gezogen, beruhigte sich Ely allmählich auch wieder und wir konnten unseren Rundweg fortsetzen. Manuel brachten alle Menschen aus der Ruhe, er saß oftmals wie ein zitterndes verängstigtes Häufchen Elend hinter Günter an strammer Leine. Tendenz war klar: einfach nur weg, weg, weg! Umso öfter Menschen an uns vorbei gingen und wir mit den Hunden am Rand standen, sie die Situation einordnen ließen und versuchen zu verstehen, dass die fremden Menschen nichts von ihnen wollen, umso mehr nahm Manu's blinde Panik ab. Kurz vor Ende des Rundwegs, schaffte er es sogar, obwohl uns jemand entgegen kam, an Günter's Seite (dem entgegen kommenden abgewandten Seite) in einem Bogen an der Person vorbei zu gehen ohne blindlings wieder weg zu wollen. Das freute uns sehr. Es sind die winzigen Fortschritte die beim Training mit Tierschutz-Galgo's zählen. Es ist mit Manu noch ein langer Weg, aber er wird es schaffen und seine Angst besiegen.

undefined

undefined

Kräftemessen unter Jägern

Dez 122022

Nachdem uns hausinterne Projekte aktuell stark fordern, sollte nun mal endlich wieder ein längeres Gassi-Ründchen drin sein. Ergo mal wieder die Wander-App gezückt, munter vor uns hin geplant und einen Tag später losgezogen.
Naturschutzgebiet Dattenhauser Ried klang nach Natur pur und Erholung - gleich um die Ecke. Wie so oft, musste erstmal der Startpunkt neu gewählt werden, denn man kann seine Blechkutsche nicht mitten auf einen Feldweg werfen. Problem gelöst, alles angeleint und ausgestiegen. Kaum 50 Meter gelaufen, kommt uns ein Auto entgegen mit einem sehr freundlich lachenden Herren am Steuer in leuchtoranger Jacke. Klar, mit 3 Windbeuteln in dicken Wintermänteln an der Leine fällt man auf, also ist die Reaktion des Fahrers nichts ungewöhnliches gewesen. Wir folgten munter der Wegweisung der Wander-App, da auch wildmäßig nichts zu sehen war, irritierte uns das intensive Schnüffeln unserer windigen Vierbeiner überhaupt nicht.
Nach ca. einem Kilometer Strecke, parkten plötzlich viele Autos an einer Wegbiegung und einem verwilderten Grundstück. Nachdem dort Altholz verbrannt wurde, sah das auch nicht besonders ungewöhnlich aus. Wir gingen ein Stück weiter und sahen plötzlich viele Personen in leuchtorangen Jacken die uns den Rücken zu wandten und ein kleines Waldstück umstellten. Wir ordneten die Situation ein, dachten kurz nach und: hier läuft eine Drückjagd. Kurz kombiniert: wir sehen die Rücken der Jäger, ihre Büchsen zeigen in das Waldstück, also gehen wir nicht wie geplant um das Waldstück, sondern werden uns in die entgegen gesetzte Richtung orientieren.
Knapp 50 Meter weiter war auch der passende Wegabzweig ausgemacht, leider wurden wir von einem Reh überholt, dass wohl auch den Weg im Rücken der Jäger suchte. Die Reh-Sichtung führte schon mal zu einem kleinen Warm-Up bei den Windbeuteln. Den Wegabzweig nutzend bogen wir um die Ecke und liefen Richtung Dorf. Kaum 20 Meter trotteten gemütlich 6 Rehe über den Weg. Puhh, rennt nicht, die Windhund-Party findet mit angezogener Handbremse statt. Die 3 gucken eher fragend hinterher, rennt nicht - also langweilig. Wir mussten nun mal tief durchatmen und unsere Route neu planen.
Leider konnten wir der Situation nicht so ganz aus dem Weg gehen wie es für uns wünschenswert gewesen wäre. Leider befanden sich die Rehe nun zwischen unserem Auto und uns. Wir mussten auf dem Rückweg auch wieder an dem verwilderten Grundstück mit der Altholzverbrennung vorbei, was uns wieder in die Nähe der Jäger brachte. Wieder erwartend verlief der Weg bis zu dem besagtem Grundstück ohne besondere Vorkommnisse, außer das sich eine gewisse Spannung bei den Windbeuteln aufbaute. Unmittelbar nach dem wir den weiteren Rückweg eingeschlagen hatten, waren linkerhand auf einer Anhöhe die 6er Reh-WG zu sehen und rechter Hand in etwa ähnlichem Abstand zu unserem Weg umstellten die Jäger immer noch das Waldstück mit dem Rücken zu uns. Neben dem Waldstück schnüffelte aufgeregt ein Jagdhund. Nachdem unsere Galgos die Rehe nun abermals erspäht hatten, war uns klar, hier läuft für die ortsansässigen Jäger irgendwas verkehrt.
Unserem Bauchgefühl folgend sollte es nun zügig gen' Auto gehen. Wir erkannten, dass wir mit etwas Glück die Reh-WG umgehen konnten, sollte nun nix dazwischen kommen, da diese ruhig und entspannt auf der Anhöhe standen. Unser Plan wäre fast aufgegangen, bis wir am Weg den Punkt erreichten, dass der Wind Manuel den Geruch der Rehe in die Nase trieb. Manuel blieb wie angewurzelt stehen und starrte die Rehe an. Er war auch nicht davon zu überzeugen eine Pfotenbreite weiter zu gehen. Tja und wie das so ist, diese Eingebung verbreitete sich bei Ely und Carlotta wie im Fluge. Manchmal wünscht man sich inständig, dass Warten nicht auch noch belohnt wird.
Es kam was unvermeidlich war: die Rehe gaben Vollgas in unsere Richtung und überquerten in ca. 30 Meter Abstand den Weg. Die aufbrandende Party bei den Windbeuteln war unbeschreiblich laut, exzessiv und heftig. Auch sehr deutlich bei Manuel von Frust geprägt, da wir es natürlich zu vermeiden wussten, dass die Drückjagd zu einer Hetzjagd wird. Gottseidank, die Rehe endlich außer Sicht. Wieder stellten wir uns die Frage, ob unsere spanischen Import-Jäger das hier deutlich besser im Griff hatten, als die ortsansässige Heim-Mannschaft.
Gut, jetzt aber schnell 50 Meter bis zum nächsten Abzweig und dann nochmal 150 Meter bis zum Auto. Kurz vor dem Auto, die Überraschung: 2 Nachzügler Rehe auf der Anhöhe links von uns, die sich nun ihre Optionen überlegen. Nämlich: über die Straße, auf uns zu, dem Rest der Gruppe hinterher oder doch zurück von wo sie gekommen sind. Bange Sekunden später uns fällten die Rehe die Entscheidung den Rückweg anzutreten. Kurz darauf waren sie hinter der Anhöhe verschwunden.
Jetzt aber schnell das Auto aufsperren, Windbeutel samt Leinen auf die Rückbank, Tür zu und Abflug.
Resümee nach einer Stunde Spaziergang: unsere Windbeutel hatten stets den Plan wo die Rehe zu finden waren, während die Jäger mit dem Ofenrohr in den Wald schauten. Memo an uns: keine Naturschutzgebiete im Winter aufsuchen.

Burg Markt - von der Burg zum Fuggerschloss

Nov 152022

Vergangenen Sonntag besuchten wir die Burg Markt in Markt, einem Ortsteil von Biberach nördlich von Augsburg. Im Jahre 1514 wurde die Burg Markt an die rund um Augsburg ansässigen schwäbischen Fugger verkauft und von einer Burg zur schlossartigen Residenz ausgebaut. Im Jahre 1850 erfolgten nochmal große Umbaumaßnahmen am Fuggerschloss Markt, bei dem unter anderem der Torturm und das baufällige Schloß angerissen wurden. Lediglich der über 8 Stockwerke hohe Bergfried mit einer Höhe von 30,49 Metern blieb erhalten.

undefined

undefined

Der Berg ruft

Okt 262022

Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Nach nun 3 Wochen krankheitsbedingter völliger Pause zog es uns vergangenes Wochenende in die Berge. Klare Luft, tolles Panorama und atemberaubende Landschaft - all das fanden wir am Riedberger Horn in den westlichen Allgäuer Alpen zwischen Obermaiselstein und Balderschwang. Zu Beginn ging es den Riedbergpass hinauf, den höchsten befahrbaren Gebirgspass Deutschlands - ein Angriff auf Gleichgewichtsorgan und Galgo-Mägen. Alles blieb wo es hingehörte, nämlich im letzteren. Der sehr kurvige, sich steil nach oben windende Gebirgspass in Kombination mit einem sehr agilen Fahrzeug, brachte Flet vor vielen Jahren schon einmal seehr nah ans erbrechen. Umso besser, dass alles gut ging. Auf der Passhöhe von 1.407 Meter angekommen ging es rechts nochmal steil einen großen, langen Parkplatz hinauf bis wir auf 1.447 Meter an der Grasgehrenhütte ankamen. Parkticket gelöst, Galgo's aus dem Auto und los ging unsere Tour zum Riedberger Horn.
Bis zum Gipfel des Riedberger Horn's sind es 2,3 km bei über 300 Höhenmetern. Unsere sich noch in Rekonvaleszenz befindende Körper gaben eine so harte Belastung noch nicht her. Daher ging wir bis kurz vor den Grat, der bis zum Gipfel führt und drehten dann um. Das Wetter zog auch immer mehr zu, was in den Bergen auch nicht ungefährlich sein kann.
Unsere Windbeutel "kämpften" mit dem niedrigen Sauerstoffgehalt und pumpten wie Maikäfer, waren aber sichtlich fasziniert von der gigantischen Aussicht.

undefined
Nach den ersten 2 Kehren - im Hintergrund die Grasgehrenhütte.

undefined

Keltenweg - der zweite Versuch

Okt 062022

Anfang September machten wir Teile des Keltenweges schon einmal, mussten aber aufgrund von Hitze den Weg verkürzen. Am Montag, dem Tag der deutschen Einheit, starteten wir einen neuen Versuch bei einem Sonne-Wolken-Mix und sehr angenehmen Temperaturen. Diesmal erklommen wir den Goldberg im Donau-Ries und hatten einen tollen Ausblick von der auf 515 Meter (m. ü. NHN) gelegenen Anhöhe. Die Weitläufigkeit der Landschaft mit Abwechslung zwischen Wiesen und Feldern, lud die Galgo's zum nach Wild screenen ein. Ely zeigte uns aufgeregt den einen oder anderen Kaninchenbau ;-)

undefined

undefined

Abstecher ins Eselsburger Tal

Sep 132022

Am Samstag machten wir einen kurzen Abstecher für einen Spaziergang in's Eselburger Tal bei Herbrechtingen. Wir hatten totales Glück mit dem Wetter, auch wenn wir unsere Runde etwas früher als geplant abbrachen, da wir noch trockenen Fußes und mit trockenen 12 Pfoten am Auto ankommen wollten.
Leider diesmal nur Handy-Bilder, daher die schlechte Bildqualität.

undefined

undefined

Atom

Powered by Nibbleblog