Die Vorgeschichte zu Flet's "Zipperlein"

Mar 312011

In meinem Blog-Eintrag vom 29.03.2011 ("Der Elbsee im Sonnenuntergang"), hatte ich ja das Thema mit Flet's diversen "Zipperlein" kurz angeschnitten.

Gestern hatten wir mit Flet den 2. Behandlungstermin bei einer Tierphysiotherapeutin. Aber der Reihe nach...

Vor ca. 2 Jahren im Frühjahr hat sich Flet bei einem Training wohl verletzt. Da mein Mann Günter und ich kurz drauf geheiratet haben, hatten wir leider unser Augenmerk nicht so genau wie es erforderlich gewesen wäre auf Flet. So fiel uns erst einige Zeit später auf, dass etwas mit seinem Gangwerk nicht mehr stimmt. Wir dachten, es hätte mit seinem Tobe-Unfall im April 2010 zutun, bei welchem er sich den rechten Vorderlauf an einem großen Stein verletzt hat, indem er fullspeed dagegen gefetzt war. Wir ließen das damals von unserer Tierärztin anschauen, aber sie konnte vorerst nichts feststellen.
Nach der kleinsten Belastung schwoll das rechte Vorderlaufgelenk an. Wir nahmen ihn jedes Mal dann an die Leine. Im September 2010 waren wir bei Sabine und den Animagi-Whippets zu besuch. Flet flitze dort fröhlich umher, zeigte keinerlei Schmerzhaftigkeit, aber als er einmal kurz stehen blieb war es bereits zu spät: Sein Vorderlauf war sehr dick verschwollen, aber er belastete den Vorderlauf.
Für kurz nach dem Urlaub hatte ich im Vorfeld einen Termin zum Röngten ausgemacht. Die Tierärztin konnte aber angeblich auf dem Röntgenbild nichts sehen - oder wollte es nicht sehen. Ich zog abermals meine Haustierärztin zu Rate, die meinte, erstmal schonen. Gesagt - getan!
Als im Januar dann die Fäden am rechten Ellenbogen gezogen worden, aufgrund des schweren Autounfalls, und Flet Vollekanne gegen die Terrassentür rannte mit der rechten Schulter - fragte ich mich, was da los war. Die Schulter war zugeschwollen und geprellt. Er bekam wieder Schmerzmittel, belastete aber trotzallem das rechte Vorderbein. 1,5 Wochen nachdem er sich die Schulter verletzt hatte, lief er fast mit dem Hinterteil am Boden schreiend und quietschend vom Garten in die Wohnung.
Ich habe sofort bei meiner Tierärztin angerufen. Beide sagten das gleiche, "das war wohl ein Hexenschuss". Ich schoss also wieder zu unserer Tierärztin und holte Schmerzmittel für Flet, der sich inzwischen fast nicht mehr an der Lende anfassen ließ. Einige Stunden später wirkte das Rimadyl dann endlich und Flet ließ sich von Günter massieren. Es tat einen lauten Schnalzer und Flet sprang' wieder durch die Gegend wie ein junger Gott.

Trotzallem machte mich die ganze Sache sehr stutzig. Als wir Bilder für Flet's neue Seite sichteten fiel uns auf, dass man auf Standbildern erkennen kann, dass er anfängt rechts vorne kurz unterhalb des Karpalgelenks durchtrittig zu werden. Also wieder zu unserer Tierärztin. Nachdem wir sie auf unsere Beobachtung aufmerksam gemacht haben, da es ja ein schleichender Prozess war, äußerte sie den Verdacht, er könnte die Beugesehne rechts überdehnt sein. Wir erhielten eine Adresse einer Tierphysiotherapeutin im Unterallgäu.

Bei unserem ersten Termin vor fast 3 Wochen, nahm sie sich sehr viel Zeit - über 2 Stunden - um alle Gelenke anzuschauen und ihn vollkommen abzutasten.

Unsere Tierphysiotherapeutin Julia Feist war die erste, die auf unserem Röntgenbild etwas sehen konnte. Eine winzige Hinterschneidung im Karpalgelenk, die das Gelenk etwas nach hinten rutschen lässt, und daher die Durchtrittigkeit entsteht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Flet's Rückenmuskulatur ist total verspannt und hart, die Hüfte ist etwas "lose", die rechte Patella ist etwas locker, die Beugesehne am rechten Vorderlauf ist überdehnt und die Wurzel allen Übels ist die rechte Schulter.

Wir besprachen folgenden Therapieplan:

- Massagen zur Lockerung und Entspannung der Rückenmuskulatur (Matrix-Rhytmus-Therapie)
- IFR (Interferenzstrom-Regulationstherpie) zur Zellstimulation, Reaktivierung der Zelle und Zellerneurung am Rücken, an der Schulter und am gesamten  rechten Vorderlauf
- Parallel dazu schonender Muskelaufbau auf dem Unterwasserlaufband

Weiter geht es im nächsten Blog-Eintrag.

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