Urlaubs-Logbuch mitten in Deutschland: Bergpark Wilhelmshöhe - der Park

Jun 182024

Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel war für uns ein absolutes Muss. Wenn man Urlaub in der Nähe eines solchen sehenswerten UNESCO-Weltkulturerbe macht, muss man es auch gesehen haben. Der Bergpark ist riesig, 2,4 Quadratkilometer. Wir liefen vom Schloss Wilhelmshöhe aus hinein, vorbei am Fontänen-Teich mit dem langen Wasserfällen bis zum Aquädukt und dann stetig bergan Richtung Herkules. Wir kamen an vielen kleinen Pavillons vorbei, auf dem Rückweg passierten wir die Teufelsbrücke und die Pluto-Grotte. Es war sagenhaft schön. Es gab viel zu sehen und zu entdecken. Vom Parkplatz liefen wir einen 6,2 km langen Rundweg mit 200 Höhenmetern, den man durchaus als anspruchsvoller bezeichnen kann. 

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Schloß Wilhelmshöhe

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Urlaubs-Logbuch mitten in Deutschland: Bergpark Wilhelmshöhe, eine Herkules-Aufgabe

Jun 162024

geschrieben von Ely

Bisher war mir auf den Berg laufen, Steinhaufen anschauen, wieder runterlaufen seeehr geläufig. Das galt fast als all-wochenendliche Freizeitgestaltung.
Die Temperatur war heute auf einem sehr angenehmen Niveau. Die Leinenträger haben den richtigen Parkplatz gefunden, auch wenn sie dafür einen Blechkasten bestechen mussten. Der Blechkasten hat ihnen dann einen Freiparkschein ausgestellt. Ergo konnte es los gehen.
Von der Blechkutsche ging es gleich bergan, da war ich noch nicht mal richtig warm gelaufen. Ich mache mal lieber gleich vorsichtshalber ein paar Schritte langsamer, denn ich weiß ja nicht, was die noch vor haben. Da kamen mir die vielen fremden Menschen gerade recht, da konnte man immer anhalten und warten bis diese vorbei sind.
Bislang habe ich die Worte "Burg" und "Schloß" von meinen Leinenträgern immer mit "oh da braucht man jetzt viel Fantasie um sich vorzustellen wie das mal aussah" in Verbindung gebracht. Hier war das mal gleich ganz anders: 1. das Schloss sah spitzenmäßig aus und das war dermaßen groß, mindestens eine Hasenfang-Distanz um es zu umrunden, 2. gab es noch viele weitere Bauwerke die völlig in Ordnung waren und keine Ruinen. Naja immerhin, nun geht es mal ein Stück eben dahin. Aber wenn ich so den anderen Menschen zu sah, strebten die alle einen großen Hügel hinauf und faselten etwas von Herkules. Es scheint wohl heute unsere Aufgabe zu sein, diesen Herkules zu finden. Also ging es stetig einen Hügel hinauf und die Wege darauf waren horizontal bucklig (den Spruch habe ich mir von Carlotta geliehen, sie beschreibt damit verschlugene Wege). Irgendwann hatten wir es endlich geschafft, der Herkules tauchte auf. Eine etwas grün angelaufene Figur ganz hoch oben auf einem Gebäude, sehr weit weg. Umgeben war das ganze von Steinhaufen und Treppen. Also Leute, Aufgabe erfüllt - Herkules gefunden!
Nun kam das was kommen musste, Berg hinauf heißt auch Berg hinab. Bekanntlich läuft es sich vom Berg fast schon von allein hinunter und nach ein paar Bremskurven hatten wir es schon fast zurück zum Schloß Wilhelmshöhe geschafft gehabt. Tja ich mag ja Wortspiele gerne und was Menschen manchmal so machen ist echt verwunderlich. Aber so eine Radau-Maschine (Radlader) die eine große Palme herum fährt brachte Manu sehr zum entsetzen. Oder auch auf die Palme. In diesem Fall ging er schlagartig der Leinenträgerin rückwärts zwischen den Beinen durch, was sehr lustig aussah. Die Leinenträgerin fand das gar nicht spassig und hielt mit einem wilden Gefuchtel die fahrende Palme an. Als die Palme zum Stillstand kam, war Manu's Welt nach kurzer Zeit wieder in Ordnung und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Ich gebe Manuel wirklich recht, fahrende Bäume sind sehr ungewöhnlich.
Nach diesem Zwischenfall haben wir uns dann am Schloß vorbei Richtung Blechkutsche geschlichen. Es war wirklich beeindruckend, was die Leinenträger da als Ausflugsziel herausgesucht haben. Immerhin weiß ich jetzt, dass es Burgen und Schlößer auch im Zustand 1a, also ganz gibt. Sowas schaue ich mir echt viel lieber an. Das würde ich ja ganz gerne öfters machen, aber bitte nicht mit so viel bergauf und bergab.

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Im Hintergrund Schloß Wilhelmshöhe

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Urlaubs-Logbuch mitten in Deutschland: Schloß Waldeck

Jun 122024

geschrieben von Carlotta

Also nach all den Jahren mit "in den Urlaub fahren" könnte man als Windbeutel meinen, dass hier alles reibungslos durchorganisiert ist. Soweit so chaotisch. Das Vorzelt habt ihr hunderte Male aufgebaut, aber diesmal nehmt ihr die falschen Zeltstangen mit. Kann denn das wirklich so schwierig sein? Immerhin hat es der Leinenträger doch noch geschafft das Vorzelt mit den falschen Stangen aufzubauen. Dachstangen sind wohl ein derartiger Luxus, der war wohl nicht mehr drin. Nun flattert das Dach ziemlich, aber besser als gar kein Zelt. Und weil wir gerade bei vergessenen Dingen sind, Wasserschlauch nun dabei oder nicht? Ah... Gott seid dank, das 60-Meter lange Schlauch-Ungetüm wurde gefunden. Allerdings hatte der Leinenträger dann schon 80 Liter Wasser mürrisch via Gießkanne in den Wagen bewegt. Ich meine mich zu erinnern, dass ganz früher mal etwas mit einem verlorenen Kochlöffel war... Ihr werdet irgendwie auch nicht besser.
Nach einer überaus ruhigen Nacht ging es am nächsten Morgen früh los. Erstmal wirkte alles ziellos. Wir fuhren unter unglaublich vielen Brücken hindurch, am Wasser entlang, wieder vom Wasser weg - und siehe da: da brauchte die weiße Blechkutsche erstmal Betriebsstoffe. Danach wurde es auch nicht besser: auf die Straße, runter von der Straße. Ahh die Leinenträger haben sich was zum Essen geholt, naja hoffentlich funktioniert danach euer Hirn besser und wir finden unser Ziel. Zielführend sieht das hier gerade nicht aus: was ist denn schon interessant an Stadtrundfahrten und Einkaufszentren am Wegesrand? Wollt ihr uns für dumm verkaufen? Dann hätten wir gleich zu Hause auf dem Sofa liegen blieben können, wenn ihr nur shoppen wollt.
Dann wurde es plötzlich kurvig: links von uns glitzerndes Wasser und in der Ferne hoch oben thront eine Burg. Prima, im Schatten geparkt und auf zur Burg. Man sind hier viele Leute, ich finde ja Menschen prima, aber Ely und Manu sind wieder etwas skeptisch. Nachdem Ely unnötigen Ballast abgeworfen hatte wurde sie entspannter. Manu war noch etwas aufgeregt.
Aber wie das immer so ist, von der Ferne sieht es gigantisch aus - ist man erstmal dort denkt man könnte etwas werden - steht man drin: naja, langweilig!
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was am nächsten mega tolles geplant war.... Fortsetzung folgt! 

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Burgruine Lewenfels - klein aber fein

Jun 032024

Am Pfingstmontag stand die Burgruine Lewenfels auf dem Programm. Sie befindet sich im Landkreis Schwäbisch Hall in einem Ortsteil von Ilshofen. Die Burgruine ist mittelgroß und es gab so einiges zu Erkunden. Leider wurde zum Zeitpunkt unserer Besuchs im Inneren Sitzränge und eine Bühne für Burgschauspiele aufgebaut. So konnte man innen fast nicht fotografieren. Dafür kann sich die Foto-Ausbeute aber trotzdem sehen lassen und gibt einen guten Überblick über die Burgruine Lewenfels.

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